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ZWUCKIS GEBURT (2)

Da lag ich also, im Aufwachraum und wartete auf mein Zwucki.

Und auf Alex, der mit ihm verschwunden war.

Sorgen machten sich breit. Ich hatte mit vielem gerechnet, aber nicht damit, dass ich hier alleine liegen würde, ohne Baby im Arm.

Eine Krankenschwester kam zu mir und teilte mir mit: Ihrem Sohn geht es gut, er ist nur etwas zu schwach, um ganz alleine zu atmen, wir behalten ihn erst mal bei uns, bis er wieder bei Kräften ist.

Ungefähr in dem Moment begann ich meine Beine wieder zu spüren und auch die Tatsache, dass ich doch eine OP hatte, machte sich bemerkbar. Eine Infusion musste her. Dringend.

Ah, jetzt war‘s wieder besser.

Alex kam angerannt, um mir mitzuteilen, dass ich mir keine Sorgen machen müsste.

Zwucki war mit seinen 2,5kg gut beieinander und bald stark genug, um keine Atemhilfe zu benötigen.

„Ich bleibe bei ihm Baby, wenn es sein muss die ganze Nacht. Ich werde nicht von ihm weichen. Wenn er schon nicht bei seiner Mama bleiben kann, dann soll er wissen, dass sein Papa hier ist. Einer von uns ist immer bei ihm. So machen wir das. Bitte mach dir nicht zu viele Gedanken.“

Nach einiger Zeit wurde ich auf mein Zimmer gebracht, wo ein leeres Beistellbett auf mich wartete.

Ich war so hin- und hergerissen von meinen Gefühlen.

Einerseits war ich so sehr in love und so überglücklich, andererseits so traurig, dass er nicht bei mir sein konnte. Ich stellte mir die ganze Nacht vor, wie er wieder seine Fingerchen um meine legte, als ob er noch nie etwas anderes getan hätte. Tränen flossen über meine Wangen.

Alex rief mich an: „Baby, es geht ihm schon besser! Er darf sogar mit einer Beatmungsmaske auf meiner Brust liegen. Er ist hier bei mir. Er versucht sich die Maske vom Gesicht zu ziehen. Er ist ein Kämpfer Baby, er will diese sch…Maske nicht. Er hat einen starken Willen. Die Kinderkrankenschwester sagt es sieht sehr gut aus“.

Natürlich drückte ich diese Nacht kein Auge zu, genauso wenig wie Alex.

Der Kreislauf machte mir zu schaffen, es machten sich Rückenschmerzen bemerkbar. Es war 07:00 früh, da klopfte es an der Tür.

Alex stand vor mir, er sah aus, als ob er 3 Tage durchgemacht hätte.

Er kam zu mir, gab mir ein Bussi auf die Stirn.

„Baby, sie untersuchen ihn jetzt und ich fahr für ein paar Stunden nach Hause und versuche zu schlafen. Danach komme ich wieder zu euch. Zu meiner Familie. Endlich sind wir zu dritt!“

Und weg war er. Und ich schon wieder alleine.

Ich schaute mir am Display, wie auch schon die ganze Nacht davor, die Fotos vom Zwuck an, die ich und Alex gemacht hatten.

Da klopfte es abermals an der Tür.

Die Krankenschwester kam herein.

Doch nicht alleine, sie hatte Zwucki bei sich.

„Frau H., es geht ihm echt schon viel besser. Er ist tatsächlich ein ziemlicher Kämpfer, er akzeptiert die Beatmungsmaske nicht und hat beschlossen das ab jetzt selbst auf die Reihe zu bekommen.“

Ich strahlte über das ganze Gesicht.

„Soll ich ihn zu Ihnen ins Bett legen oder in den Stubenwagen daneben?“ fragte sie.

Ich hob die Decke an „bitte unbedingt zu mir. Er bleibt hier bei mir, bei seiner Mama.“

Die Krankenschwester verschwand, Zwucki blickte mir tief in die Augen, schnappte sich mit seinen zarten Fingerchen die meinen und drückte sie so fest er nur konnte.

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