Bei den Instagram Künstlern II

(Fortsetzung)

“Soll ich dir einen Kaffee machen?“

Ihr Vater schüttelt den Kopf nur, ohne zu ihr aufzublicken. Die Sache mit der Trennwand muss dem Zwuckopa schwer im Magen liegen, denkt sich die Tochter während sie die Teller in den Geschirrspüler einräumt.

Nun schmollt er. Klar, ihre Reaktion war heftig:

„Nein Papa! Nur über meine Leiche! Diese Wand bleibt ein für alle Mal hier!“

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Die ZEIT nach der Geburt

So, los geht’s in ihr Zimmer Frau H., wollen Sie versuchen aufzustehen?

Was für eine Frage, denk ich mir. Natürlich stehe ich auf, die schlimmsten Schmerzen sind überstanden, was soll jetzt noch sein?

Alex hält unser Mädchen und ich versuche mich, mich am Bett abstützend aufzurichten. Sitzen geht schon mal. Ich setze einen Fuß auf den Boden, doch der ganze Raum beginnt sich zu drehen.

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Haushalt bei den Instagram Künstlern!

Gastbeitrag Zwuckopa

Als der Zwuckopa in die Wohnung seiner Tochter, der Zwuckmama kommt, stößt er auf dem Gang, der von der Eingangstür zum Wohnzimmer führt, auf ein unentwirrbares Knäul von Straßenschuhen, Hausschuhen, Sporttaschen, Säcken mit gebrauchten Windeln, Einkaufskörben und ähnlichem Kram.

„Durchwursteln muss man sich bei euch…“

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ZWUCKINES GEBURTSBERICHT – TEIL 5, DAS FINALE

Auf einmal befinden sich recht viele Leute im Zimmer.

Ich hab allerdings keine Ahnung wer die alle sind und bringe zu dem Zeitpunkt selbst keine Begrüßung mehr hin, was echt etwas heißt bei mir.

Unhöflich liege ich also mit breit gespreizten Beinen am Bett und ignoriere alle außer mich selbst.

Mir wird einiges erklärt.

„Frau H. wir legen nun ihre Beine auf Halterungen und sie rutschen mit dem Gesäß vor. Das ist die Saugglocke, die wird nun auf dem Köpfchen ihres Babys fixiert.“

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ZWUCKINES GEBURTSBERICHT – Teil 4

Ich werde geschüttelt, Alex ermahnt mich immer wieder in lauteren Ton ich solle bitte die Augen wieder öffnen und der Wehentropf wird höher gedreht.

Von der PDA spüre ich zu diesem Zeitpunkt schon lange nichts mehr.

Ich bin eigentlich so ziemlich am Ende. Ich kann eigentlich nicht mehr. Sicher schon seit 3-4 Stunden.

Die nächste Kontrolle steht an und meine Hebamme strahlt über das ganze Gesicht.

„Iulia, du hast es fast geschafft. Wir haben 10cm.“

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ZWUCKINES GEBURTSBERICHT – Teil 3

 

„Wir versuchen es jetzt mal mit einer sanfteren Einleitung, möglicherweise reicht das schon“, so die Hebamme zu mir.

Mein Herz beginnt zu pochen und ich nicke nur leicht.

Alex sieht mich mitleidig an.

Komm schon Iulia, da musst du jetzt durch, vielleicht ist es ja nicht so schlimm wie alle sagen und vielleicht führt es ja auch nicht zu dem, was du nicht mehr haben willst, denke ich mir.

Doch irgendwie trau ich meinen Gedanken selbst nicht.

Die nächste Wehe kommt schon mit etwas mehr Wucht, scheinbar tut die „sanfte Einleitung“ bereits ihren Dienst.

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ZWUCKINES GEBURTSBERICHT – TEIL 2

Na toll, dachte ich, das kann ja eine witzige Nacht werden..

Die Hebamme begleitet uns in mein Zimmer und verabschiedet sich. Alex legt sich zu mir ins Bett und engumschlugen äußern wir beide wieder mal denselben Gedanken: „Was wohl der Zwuck gerade macht? Ich vermisse ihn!“ Wir lachen beide, bis zur nächsten Wehe, die mich wieder zusammenzucken lässt.

Prompt steht Alex auf, zieht mich am Arm und sagt:“ Baby aufstehen, wir müssen für die nächste Wehe vorbereitet sein! Schön veratmen, wie es die Hebamme gezeigt hat!“

Sein Wille sei mir Befehl! Ich stehe also auf, stelle mich breitbeinig vor das Bett, gehe etwas in die Knie, halte mich am Bettgestell an und warte bis es los geht. 2 Minuten später atme ich tief durch die Nase ein und dann ganz lange durch den Mund aus. So lange, bis die Wehe wieder verschwunden ist.

Es funktioniert! Wie mega. So schaff ich das, ganz bestimmt.

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ZWUCKINES GEBURTSBERICHT – TEIL 1

Es ist 15:00 und ich habe gerade eine ziemlich heftige Mischung eines Wehencocktails runtergeschlungen.

Heute bin ich exakt ET + 10 und die Ärzte und Hebammen werden langsam aber sicher ungeduldig, vor allem, weil alle Versuche die Madame früher rauszuholen, fehlgeschlagen sind.

Sie hat einfach keinen Bock, anders kann man’s wohl nicht ausdrücken.

Wenn es nach mir gehen würde, würde ich sogar noch bis ET+14 warten, aber natürlich will ich auch nix riskieren und so trank ich, den von der Hebamme verschriebenen Cocktail.

Stark ist er und ich bin innerhalb kürzester Zeit besoffen. Und das am helllichten Tage.

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UNSERE ERSTE ZEIT IM FLÜCHTLINGSLAGER

Auszug aus « Bekreuzige dich mit der Zunge und geh weiter„ von George Purdea

Mein Mann lag auf dem Bett nebenan, den Kopf auf die Hand gestützt, unbekümmert in eines seiner mitgeschleppten altgriechischen Bücher vertieft. Er strengte sich wahrscheinlich an, einen philosophischen Satz im Original zu lesen. Mein Mann! Ich erinnerte mich an die warnenden Worte meiner Mutter: „Mit wem willst du in die Welt hinaus? Mit dem? Siehst du nicht, dass ihn nur eines beschäftigt? Bücher!? Ausgerechnet auf einen rumänischen Philosophen werden sie im Westen gewartet haben! Wovon werdet ihr leben?

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ZWUCKIS GEBURT (2)

Da lag ich also, im Aufwachraum und wartete auf mein Zwucki.

Und auf Alex, der mit ihm verschwunden war.

Sorgen machten sich breit. Ich hatte mit vielem gerechnet, aber nicht damit, dass ich hier alleine liegen würde, ohne Baby im Arm.

Eine Krankenschwester kam zu mir und teilte mir mit: Ihrem Sohn geht es gut, er ist nur etwas zu schwach, um ganz alleine zu atmen, wir behalten ihn erst mal bei uns, bis er wieder bei Kräften ist.

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